Familienaufstellungen
Man kann nur heilen was man betrachten kann
Familien- oder Systemaufstellungen sind eine therapeutische Methode, die dazu beitragen kann, gewisse Konflikte oder Schwierigkeiten die eine Person erlebt auf systemische Art und Weise zu beleuchten. Diese Konflikte können intrapsychischer, relationaler, oder transgenerationaler Natur sein.
Jedes System besteht aus vielen verschiedenen Teilen, in denen jede Person ihren spezifischen Platz einnehmen sollte. Doch oft ist dies nicht der Fall. Familiensysteme und innere Systeme befinden sich in ständiger Bewegung, und wenn sie aus dem Gleichgewicht geraten, hat das Auswirkungen auf das Gleichgewicht der einzelnen Person und des ganzen Systems.
Durch Aufstellungen wird das System quasi "aufgeräumt": während einer Aufstellung zeigt sich eine inneres Bild, in dem unbewusste Aspekte sichtbar werden. Im Laufe der Sitzung verändert sich dieses Bild, das schliesslich dazu beiträgt, dass die Person sich klarar und vollständiger fühlen kann. Die Veränderung passiert auf einer anderen Ebene als die des intellektuell Verstandes.
Man kann nur heilen, was man sehen kann.
Die Aufstellung öffnet dir die Augen, sodass du die Dinge klarer sehen kannst.
Hier einige Beispiele an Themen, die ich in meiner bisherigen Laufbahn mit meinen Klienten aufgestellt haben: verschiedene innere Anteile (Internal Family System), körperliche Symptome, Angstzustände, Essstörungen, Beziehungsschwierigkeiten, familiäre Verstrickungen, wiederkehrende Verhaltensmuster, einschränkende Glaubenssätze, das sich in verschiedenen Lebensbereichen verloren zu fühlen, Süchte oder der sogenannte „allein gebliebene Zwilling“, um nur einige zu nennen.
In vielen Fällen ist die Aufstellung der Beginn eines Prozesses, der zu einer bedeutenden Veränderung der Person führt, in Bezug auf die Art und Weise, wie sie das Problem von da an versteht und sich im Leben positioniert.
Dennoch möchte ich betonen, dass eine Aufstellung Therapie in keinem Fall ersetzt. Vielmehr dient sie dazu, Dynamiken, Blockaden oder Verstrickungen sichtbar zu machen, an die man durch kognitives Verständnis nur schwer herankommen kann. Somit wird ein tieferes Verständnis gefördert.

